Diskussions-Abend

Mental Load

"Der Rucksack der Frauen"

Unbezahlte Sorgearbeit, die sogenannte Care-Arbeit, umfasst die unzähligen Tätigkeiten die zur Versorgung von Menschen notwendig sind, wie Kinderbetreuung, Pflege von Angehörigen, Einkaufen, Putzen, für passende Kleidung sorgen, Arzttermin wahrnehmen, Hol- und Bring-Dienste zu Schule und Kindergarten und Freizeitaktivitäten, Essen einkaufen und kochen, Wäsche waschen. 

Zusätzlich lastet die Denk- und Organisationsarbeit im Unternehmen Familie, auch Mental Load bezeichnet, zum überwiegenden Teil auf den Schultern einer Person – meistens der Frau. Mental Load beinhaltet das Erkennung, welche Tätigkeiten anstehen und deren Planung, sowie die Verantwortung für das Gelingen der Durchführung. 

Wichtig ist eine Gleichstellung von Arbeitsbedingungen und Bezahlung, sowie eine bessere Aufteilung der Belastungen. Es erfordert ein Umdenken dieser stereotypen Vorstellungen, dass Care-Arbeit und Mental Load primär Aufgaben der Frauen wären. Es ist falsch, wenn Frauen schlechtbezahlten Teilzeitbeschäftigungen nachgehen müssen, um unbezahlte Dienstleistungen erbringen zu können.

Eröffnungsrede

Unsere verehrte Clubschwester, DI Dr. Maria Theresia Eder, Vizebürgermeisterin von Klosterneuburg eröffnete die Veranstaltung mit einer kraftvollen Rede, die den Blick auf die oft unsichtbaren Formen von Gewalt und Ungerechtigkeit lenkte. Sie sprach über die ungleiche Verteilung von Sorgearbeit, die daraus resultierenden Belastungen für Frauen und die Notwendigkeit eines gesellschaftlichen Umdenkens hin zu mehr Gerechtigkeit und Miteinander.

Vortrag zu "Mental Load"

Die Psychologin Karoline Turner verdeutlichte in ihrem Vortrag die unsichtbare Last des Mental Loads, die Frauen in ständiger Alarmbereitschaft hält, ihre eigenen Bedürfnisse verdrängt und zu chronischem Stress führt.

EINDRÜCKE DER VERANSTALTUNG